Soll und Haben

Das Kapitaldeckungsverfahren hat die Eigenschaft, dass man allein schon durch die laufenden Beiträge ständig auf einem kleinen Geldsack sitzt und dieses nicht einfach liegen lassen darf, sondern so gewinnbringend anzulegen hat, dass hierbei noch eine bestimmte „Verzinsung“ (Rechnungszins) erzielt werden muss, damit das ganze System der Rentenanwartschaften in einer verlässlichen Höhe aufrecht erhalten werden kann. Wird diese Mindest-Verzinsung auf Dauer nicht erreicht, so führt dies irgendwann zu „Rentenkürzungen“ und Ärger und Unsicherheit. Wird eine höhere Verzinsung erzielt, führt dies zu höheren Rentenanwartschaften und alle freuen sich.

Auf der einen Seite hat man also eine Position der Stärke, man ist ja „reich“, hat also viel Geld im Anlagetöpfchen, auf der anderen Seite aber eine Position der Schwäche, denn man muss es irgendwo „hingeben“.

Anlageentscheidungen zu treffen ist daher nicht leicht. Schon gar nicht, wenn es um das Vermögen von Kollegen/innen geht.

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